Rezension: Elisabetta Klosetta

Die so genannte Sauberkeitserziehung ist keine einfache Sache: Wann fängt man an? Wie geht man vor? Experten stimmen heute darin überein, dass das Kind den Startschuss gibt. Schließlich müssen erst alle anatomischen Strukturen dazu bereit sein und das Kind ein Verständnis und Interesse an der Kontrolle der Körperausscheidungen haben. Und wer nicht von Anfang an windelfrei groß geworden ist, beginnt frühestens mit 2 Jahren damit. Um das Interesse zu wecken und auf die Körperausscheidungen zu lenken, gibt es zahlreiche Kinderbücher, die sich mit dem Töpfchenthema beschäftigen. Maja Bach zeigt nun im Kinderbuch „Elisabetta Klosetta: Ich gehe schon aufs Klo“ wie gut es ist, auf seinen Körper zu hören – damit auch wirklich nichts daneben geht.

Ferdinand hat es schon geschafft: Er trägt keine Windeln mehr. Das ist aber manchmal gar nicht so einfach, weil er noch nicht weiß, wann genau er auf die Toilette gehen soll. Obwohl er auf die Windelfreiheit ganz schön stolz ist, geht im Kindergarten doch heimlich was daneben. Hauptsache Kindergartenfreundin Lola merkt es nicht! In der Not erfährt er unerwartete Hilfe: Die Klofee Elisabetta Klosetta aus dem Pipikackaland taucht auf und hilft ihm nicht nur, sich ganz heimlich umzuziehen, sondern erklärt auch noch, wie man auf seinen Körper hören kann. Von ihr erfährt Ferdinand sogar, dass es allen anderen Kindern manchmal genau wie ihm ergeht – sogar Lola.

Bunte Zeichnungen und Kollagen nehmen Kindergartenkinder mit auf eine Reise in Ferdinands Kindergartengruppe. Hier erfahren sie, dass In-die-Hose-Machen nicht schlimm und ein ganz normales Geschehen im Verlauf des Windelfreiwerdens ist. Durch die Klofee werden Kinder ab 3 Jahren dazu aufgefordert, ihren Körper genau zu beobachten und auf seine Signale zu reagieren. So wird das Sauberwerden nicht nur wie in so vielen Büchern als einfacher Vorgang beschrieben, sondern lässt das Kind eine gewisse Ganzheitlichkeit erkennen. Dass die Klofee Elisabetta Klosetta ausgerechnet aus dem Pipikackaland kommen muss, ist vielleicht etwas zu dick aufgetragen. Dennoch bereitet es Kindern Freude, durch dieses Buch auf ihre Körpersignale aufmerksam gemacht zu werden und lädt Eltern zum Dialog ein.

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