Rezension: Teilen macht Spaß

„Nein, das ist meins!“ Diesen Satz hören Eltern von ihren Kindern in den ersten Lebensjahren oft. Teilen ist am Anfang nämlich gar nicht so einfach. Britte Weninger und Eve Tharlet haben dies zum Anlass genommen, um eine Geschichte über das Teilen zu erzählen: „Teilen macht Spaß„.

Schon aus dem Vorläuferbuch „Ein Ball für alle“ ist der Freundeskreis um Maus Max mit dem kurze Bein bekannt. Diesmal möchte Max mit seinen Freunden ein Apfelfest feiern, doch leider sind auf einmal alle Äpfel verschwunden – und der stolze Pflücker Golo möchte nicht teilen. Igel Ivan, Maulwurf Molli, Fido Frosch und Anni Amsel haben schnell einen neuen Plan: Sie wollen Max mit einem Pfannkuchenfest trösten. Letztlich taucht aber auch Golo mit den Äpfeln wieder auf und alle gemeinsam feiern und stellen fest, dass Teilen Spaß macht.

Brigitte Weninger setzt die Geschichte um Max und seine Freunde fort, auch diesmal mit Illustrationen von Eve Tharlet. Obwohl für kleine Kinder Kontinuität in Kindergeschichten wichtig ist, ist  es für Kenner der Max-Geschichten schade, dass auch diesmal wieder Golo Gartenschläfer Auslöser des Streits ist. Anders als im Vorläuferbuch reagiert Max diesmal zornig und stellt klar: Wenn Du nicht teilst, darfst Du auch nicht erwarten, dass wir mit Dir spielen. Warum das Leerpflücken des Waldbaumes von einer
Person alleine nicht in Ordnung ist, erfährt der Leser leider erst vier Doppelseiten später. Auch Igel Ivans Sorgen, dass er keinen Beitrag zum Fest leisten würde und deswegen heimlich zu weinen beginnt, sind etwas zu viel in einem Buch, das die Vorzüge des Teilens und der Freundschaft illustrieren will.

 

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