Rezension: Flieg, kleine Fliege!

Wir alle kennen Kinderbücher, in denen ein kleines Tier mit einem großen Tier überraschend Freundschaft schließt: die kleine Maus mit dem Elefanten, die Katze mit dem Hund. Was aber, wenn es einmal nicht darum geht Freunde zu werden, sondern einfach allem zum Trotz zu bestehen? Michael Rosen und Kevin Waldron berichten in „Flieg, kleine Fliege!“ von der klitzenkleinen Fliege, die von allen gejagt wird.

Der große Elefant, der große Hippopotamus und der Tiger jagen die kleine Fliege, die neugierig durch die Gegend fliegt. Doch die kleine Fliege ist schnell und gewitzt und entkommt jedem der großen Tiere mit Leichtigkeit. Dabei illustriert Kevin Waldron die Geschichte der kleinen Fliege mit wunderbaren Bildern der wilden Tiere in ihrem Versuch, die kleine Fliege zu fangen. Einfach und doch prägnant werden Elefant, Nilpferd und Tiger abgebildet, die erst einmal ein Auge zu kneifen müssen, um die Fliege wirklich zu erkennen. Einen Eindruck von den Bildern erhält man auf der Internetseite des Verlages.

Etwas fraglich aber ist die Aussage der Geschichte: Es wird nicht klar, was der Autor mit der Geschichte über die wilden Tiere, die alle die kleine Fliege fangen wollen, berichten möchte. Klar wird nur, dass die kleine Fliege allen Widrigkeiten zum Trotz überlebt und mit ihrer Neugier und ihrem Durchsetzungsvermögen weiter besteht und nicht aufgibt. Durchaus ein wichtiges Thema in der Pädagogik, doch wäre eine bessere Einbettung der Hintergründe wünschenswert.

Gesamturteil: Ein hübsches Buch mit schönen Tier-Illustrationen für Kinder ab 2 Jahren. Erscheint im März 2011.

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